Info für Ausbilder

Ab dem 1. August 1998 ist die neue Verordnung über die Berufsausbildung zum Zahntechniker/zur Zahntechnikerin in Kraft.

Die neue Ausbildungsordnung wurde am 29.Dezember 1997 im Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 87 Seite 3182 veröffentlicht und auch am 23. Mai 1998 im Bundesanzeiger Jahrg. 50 Nr. 94a bekannt gegeben. In dieser Ausgabe des Bundesanzeigers findet sich zugleich der Rahmenplan der Länder (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 17.Oktober 1997).

Allgemeine Vorbemerkungen:

Die Neuordnung war erforderlich wegen

  • neuer Qualifikationen hinsichtlich moderner Technik und Verfahren in zahntechnischen Laboren,
  • neuer zahntechnischer Werkstoffe,
  • modernem Qualitätsmanagement,
  • labortechnischer und werkstoffkundlicher Beratung von Behandlern (Zahnärzte),
  • zeitgemäßer Strukturierung der Ausbildung, insbesondere bei der Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung,
  • einer modernen Ausbildung zum selbständigen beruflichen Handeln,
  • gesetzlicher Regelungen, z. B. Medizinproduktegesetz (MPG)  sowie
  • gesellschaftspolitischer Forderungen (z. B. rationelle Energieverwendung, Umweltschutz, Gesundheitsschutz).

Die neue Verordnung berücksichtigt diese Entwicklungen und Veränderungen an eine zukunftsorientierte Ausbildung

  • im Ausbildungsberufsbild,
  • im Ausbildungsrahmenplan,
  • in den Prüfungsanforderungen.

Ziel der Berufsausbildung ist es, den Ausgebildeten zu befähigen,

  • in unterschiedlichen Betrieben, den erlernten Beruf erfolgreich auszuüben,
  • sich auf mögliche neue Arbeitsstrukturen und Technologien flexibel einstellen zu können, um die berufliche Qualifikation zu erhalten,
  • an Maßnahmen der Fortbildung und Weiterbildung teilnehmen zu können, um damit fortwährend die berufliche Qualifikation und Beweglichkeit zu sichern oder um die Meisterprüfung abzulegen.

Die Umsetzung der neuen Ausbildungsordnung in der Praxis stellt hohe Anforderungen an Betrieb, Berufsschule, Ausbilder und Lehrer sowie an die Zuständigen Stellen.

Um die Ausbildung in Betrieb und Schule zu koordinieren, wurde der Ausbildungsrahmenplan mit dem schulischen Rahmenlehrplan zeitlich und inhaltlich abgestimmt. Damit verbindet Betrieb und Schule die klare Zielsetzung, die Ausbildungsinhalte praxisbezogen zu vermitteln und zur Förderung einer ganzheitlichen und handlungsorientierten Ausbildung beizutragen, welche die künftigen Zahntechniker und Zahntechnikerinnen

  • zum selbständigen Planen,
  • zum selbständigen Durchführen ihrer Arbeiten,
  • zum selbständigen Kontrollieren und bewerten aller Ergebnisse und
  • zur Kommunikation und Kooperation


befähigen soll, welches auch in den Prüfungen nachzuweisen ist.